• Ulrich-Reitz
  • Zinspolitik der Federal Reserve dominiert die Aktienmärkte

Zinspolitik der Federal Reserve dominiert die Aktienmärkte

11. Dezember 2025

Eine klassische „Risk off“-Bewegung führte Mitte November zu einer mehrtägigen Korrektur der führenden Aktienindizes, bevor eine Erholung einsetzte. Auslöser für diesen kurzfristigen Stimmungsumschwung waren Äußerungen einiger Fed-Vertreter, die davor warnten, dass es im Dezember möglicherweise nicht zu der allgemein erwarteten Zinssenkung der amerikanischen Notenbank kommen werde. Erst als neue Inflations- und Arbeitsmarktdaten diese Sorgen dämpften und stimmberechtigte Fed-Mitglieder sich wieder weniger „hawkish“ äußerten, gewannen die Anleger ihre Zuversicht zurück.

Im Ergebnis schlossen die europäischen Aktienmärkte diese V-förmige Bewegung mit einem leichten Plus ab, während Indizes der Schwellenländer Verluste verbuchen mussten. US-Aktien lagen per Saldo weitgehend unverändert; allerdings belastete der zuletzt wieder zur Schwäche tendierende Dollar.

Die Rohstoffmärkte sind weiterhin gespalten. Dem weiteren Preisanstieg der Edelmetalle und zuletzt auch der Industriemetalle steht ein anhaltend schwacher Ölpreis gegenüber.

Nach Abschluss der Berichtssaison zum dritten Quartal, in der die Mehrzahl der Unternehmen die Gewinnschätzungen der Analysten übertraf, richten die Finanzmärkte ihren Fokus zunehmend auf das globale Zinsumfeld. Das solide Wachstum in den USA – die Fed rechnet in ihrer jüngsten Prognose sogar mit einer Beschleunigung – und die Hoffnung auf eine durch expansive Fiskalpolitik unterstützte Belebung im Euroraum haben bereits zu einem Anstieg der Anleiherenditen geführt.

Mit der Zinssenkung um 0,25 % am 10. Dezember und der Prognose eines weiteren Zinsschritts im Jahr 2026 hat die Fed die Erwartungen des Marktes, der für 2026 zwei Zinssenkungen erhofft hatte, nicht ganz erfüllt. Es kristallisiert sich jedoch heraus, dass ein Verfechter einer deutlich lockereren Geldpolitik (Trump-Berater Kevin Hassett?) Fed-Chef Powell im Mai 2026 folgen wird. Sollte die Notenbank unter neuer Führung die Leitzinsen zu stark senken, so würde dies die latenten Inflationsgefahren befeuern und zu einem weiteren Renditeanstieg bei länger laufenden Anleihen führen.

Sollte sich der Aufwärtstrend bei den Renditen trotz der jetzt wieder beschlossenen Anleihekäufe durch die Fed verstetigen, könnte dies das weitere Kurspotenzial der Aktien eindämmen. Zunächst gehen wir jedoch davon aus, dass der positive Ertragstrend der Unternehmen, für die im nächsten Jahr auf globaler Ebene einen Gewinnanstieg von ca. 13 % erwartet wird, die Börsen weiter stabilisieren wird.

Alle Seiten und Dokumente dieses Berichts stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zu einem Angebot zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapiers oder Vermögenswertes (Aktien, Optionsscheine, Futures, Fonds, Zertifikate, Rentenpapiere, Währungen, Rohstoffe, Immobilien, etc.) dar. Alle Seiten und Dokumente dieses Berichts stellen auch kein Angebot oder eine Aufforderung zu einem Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (im Sinne von § 2 Absatz 5 des WpIG) oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), über die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung, Vermögensverwaltung, Fondsmanagement etc.) sowie ferner über die Finanzanalyse, die Anlageberatung, das Vermögenscontrolling und über die Beratung von Kunden in wirtschaftlichen Fragen und Fragen der strategischen Vermögensaufstellung dar. Gleichfalls beinhalten diese Seiten und Dokumente keine Empfehlung an Sie, solche Geschäfte und Verträge abzuschließen oder Positionen in Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten zu kaufen, zu veräußern oder zu halten. Die Informationen dieses Berichts ersetzen niemals die persönliche Beratung seitens Ihres Anlage- oder Steuerberaters. Soweit Sie mit uns keine anderslautende ausdrückliche schriftliche Vereinbarung haben, sind wir nicht als Ihr Finanzberater, Analyst, Finanzportfolioverwalter oder Treuhänder im Hinblick auf die in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsarten und Analysen tätig. Jedes Investment in Wertpapiere, Finanzinstrumente und Vermögenswerte gleich welcher Art ist mit Risiken behaftet. Eine Investitionsentscheidung darf nicht auf der Grundlage dieser Seiten und Dokumente erfolgen. Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Konsequenzen, speziell für Verluste oder entgangene Gewinne, die durch die Verwendung der auf diesen Seiten und Dokumenten enthaltenen Daten, Ansichten und Rückschlüsse folgen bzw. folgen können. Dies gilt für die vertragliche und quasi-vertragliche als auch für die deliktische Haftung. Zurückliegende Wert-, Preis- oder Kursentwicklungen geben keine Anhaltspunkte für die zukünftige Entwicklung eines Investments. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für einen bestimmten Anlageerfolg oder eine bestimmte Wertentwicklung, für entgangene Gewinne oder für steuerliche Folgen von Anlagestrategien und / oder einzelner Finanzinstrumente. Insbesondere übernimmt er auch keine Haftung für Verluste aus allgemeinen und den mit Anlagen verbundenen spezifischen Risiken.

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Zinspolitik der Federal Reserve dominiert die Aktienmärkte

11. Dezember 2025

Eine klassische „Risk off“-Bewegung führte Mitte November zu einer mehrtägigen Korrektur der führenden Aktienindizes, bevor eine Erholung einsetzte. Auslöser für diesen kurzfristigen Stimmungsumschwung waren Äußerungen einiger Fed-Vertreter, die davor warnten, dass es im Dezember möglicherweise nicht zu der allgemein erwarteten Zinssenkung der amerikanischen Notenbank kommen werde. Erst als neue Inflations- und Arbeitsmarktdaten diese Sorgen dämpften und stimmberechtigte Fed-Mitglieder sich wieder weniger „hawkish“ äußerten, gewannen die Anleger ihre Zuversicht zurück.

Im Ergebnis schlossen die europäischen Aktienmärkte diese V-förmige Bewegung mit einem leichten Plus ab, während Indizes der Schwellenländer Verluste verbuchen mussten. US-Aktien lagen per Saldo weitgehend unverändert; allerdings belastete der zuletzt wieder zur Schwäche tendierende Dollar.

Die Rohstoffmärkte sind weiterhin gespalten. Dem weiteren Preisanstieg der Edelmetalle und zuletzt auch der Industriemetalle steht ein anhaltend schwacher Ölpreis gegenüber.

Nach Abschluss der Berichtssaison zum dritten Quartal, in der die Mehrzahl der Unternehmen die Gewinnschätzungen der Analysten übertraf, richten die Finanzmärkte ihren Fokus zunehmend auf das globale Zinsumfeld. Das solide Wachstum in den USA – die Fed rechnet in ihrer jüngsten Prognose sogar mit einer Beschleunigung – und die Hoffnung auf eine durch expansive Fiskalpolitik unterstützte Belebung im Euroraum haben bereits zu einem Anstieg der Anleiherenditen geführt.

Mit der Zinssenkung um 0,25 % am 10. Dezember und der Prognose eines weiteren Zinsschritts im Jahr 2026 hat die Fed die Erwartungen des Marktes, der für 2026 zwei Zinssenkungen erhofft hatte, nicht ganz erfüllt. Es kristallisiert sich jedoch heraus, dass ein Verfechter einer deutlich lockereren Geldpolitik (Trump-Berater Kevin Hassett?) Fed-Chef Powell im Mai 2026 folgen wird. Sollte die Notenbank unter neuer Führung die Leitzinsen zu stark senken, so würde dies die latenten Inflationsgefahren befeuern und zu einem weiteren Renditeanstieg bei länger laufenden Anleihen führen.

Sollte sich der Aufwärtstrend bei den Renditen trotz der jetzt wieder beschlossenen Anleihekäufe durch die Fed verstetigen, könnte dies das weitere Kurspotenzial der Aktien eindämmen. Zunächst gehen wir jedoch davon aus, dass der positive Ertragstrend der Unternehmen, für die im nächsten Jahr auf globaler Ebene einen Gewinnanstieg von ca. 13 % erwartet wird, die Börsen weiter stabilisieren wird.

Alle Seiten und Dokumente dieses Berichts stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zu einem Angebot zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapiers oder Vermögenswertes (Aktien, Optionsscheine, Futures, Fonds, Zertifikate, Rentenpapiere, Währungen, Rohstoffe, Immobilien, etc.) dar. Alle Seiten und Dokumente dieses Berichts stellen auch kein Angebot oder eine Aufforderung zu einem Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (im Sinne von § 2 Absatz 5 des WpIG) oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), über die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung, Vermögensverwaltung, Fondsmanagement etc.) sowie ferner über die Finanzanalyse, die Anlageberatung, das Vermögenscontrolling und über die Beratung von Kunden in wirtschaftlichen Fragen und Fragen der strategischen Vermögensaufstellung dar. Gleichfalls beinhalten diese Seiten und Dokumente keine Empfehlung an Sie, solche Geschäfte und Verträge abzuschließen oder Positionen in Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten zu kaufen, zu veräußern oder zu halten. Die Informationen dieses Berichts ersetzen niemals die persönliche Beratung seitens Ihres Anlage- oder Steuerberaters. Soweit Sie mit uns keine anderslautende ausdrückliche schriftliche Vereinbarung haben, sind wir nicht als Ihr Finanzberater, Analyst, Finanzportfolioverwalter oder Treuhänder im Hinblick auf die in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsarten und Analysen tätig. Jedes Investment in Wertpapiere, Finanzinstrumente und Vermögenswerte gleich welcher Art ist mit Risiken behaftet. Eine Investitionsentscheidung darf nicht auf der Grundlage dieser Seiten und Dokumente erfolgen. Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Konsequenzen, speziell für Verluste oder entgangene Gewinne, die durch die Verwendung der auf diesen Seiten und Dokumenten enthaltenen Daten, Ansichten und Rückschlüsse folgen bzw. folgen können. Dies gilt für die vertragliche und quasi-vertragliche als auch für die deliktische Haftung. Zurückliegende Wert-, Preis- oder Kursentwicklungen geben keine Anhaltspunkte für die zukünftige Entwicklung eines Investments. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für einen bestimmten Anlageerfolg oder eine bestimmte Wertentwicklung, für entgangene Gewinne oder für steuerliche Folgen von Anlagestrategien und / oder einzelner Finanzinstrumente. Insbesondere übernimmt er auch keine Haftung für Verluste aus allgemeinen und den mit Anlagen verbundenen spezifischen Risiken.

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