Sehr geehrte Damen und Herren,
die diplomatische Annäherung zwischen den USA und dem Iran sowie das sich abzeichnende „Memorandum of Understanding“, das am 18. Juni von beiden Seiten unterzeichnet wurde, bestimmten im zweiten Quartal das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten.
Das deutlichste Entspannungssignal war der Rückgang des Ölpreises auf Vorkriegsniveau. Mit den fallenden Energiepreisen ließen auch die Inflationssorgen temporär nach – ein Umfeld, das insbesondere die europäischen Aktienmärkte in ihrem Aufwärtstrend unterstützte. Allerdings erwies sich die Waffenruhe als brüchig, denn als Folge erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen Iran und den USA erklärte US-Präsident Trump das mit dem Iran beschlossene Rahmenabkommen am 8. Juli für beendet. Damit nahm die geopolitische Unsicherheit erneut zu, und die Aktienmärkte quittierten die neuerliche Eskalation mit kräftigen Kursabschlägen.
Den geldpolitischen Schwerpunkt im zweiten Quartal bildete das erste Meeting der US-Notenbank Fed unter ihrem neuen Präsidenten Kevin Warsh Mitte Juni. Dabei machte der Nachfolger von Jerome Powell deutlich, dass auch unter seiner Führung die Unabhängigkeit der Notenbank oberste Priorität genießt. Den wiederholten Forderungen Donald Trumps nach niedrigeren Leitzinsen erteilte Warsh eine klare Absage. Seine vergleichsweise falkenhafte Rhetorik wurde von Teilen des Marktes zunächst kritisch aufgenommen. Aus unserer Sicht stärkt sie jedoch die Glaubwürdigkeit der Fed und mindert die Sorge vor einer politisch motivierten Lockerung der Geldpolitik. Damit einhergehend erhielt der US-Dollar Unterstützung und konnte seit Warshs Nominierung Ende Januar gegenüber dem Euro um rund fünf Prozent aufwerten.
Zudem lieferte auch die Berichtssaison zum ersten Quartal wichtige Impulse für die Aktienmärkte. Sowohl in den USA – erneut angeführt von den Technologiewerten – als auch in der Eurozone übertrafen zahlreiche Unternehmen die Erwartungen der Analysten zum Teil deutlich. Damit erhielten die zuletzt gestiegenen Bewertungen eine fundamentale Bestätigung.
Für die kommenden Monate bleiben wir grundsätzlich konstruktiv. Die Konjunkturdaten in Europa und den USA übertrafen zuletzt die Erwartungen, und die Gewinnentwicklung der Unternehmen zeigt sich trotz anhaltender politischer und geopolitischer Unsicherheiten robust. Nach den kräftigen Kursanstiegen im ersten Halbjahr erwarten wir für die Sommermonate jedoch keine unmittelbare Fortsetzung der dynamischen Aufwärtsbewegung, sondern eher eine Phase der Konsolidierung, in der die Märkte die erzielten Kursgewinne verarbeiten.
Welche Chancen und Risiken sich daraus für Anleger im dritten Quartal ergeben, beleuchten wir auf den folgenden Seiten.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine spannende Lektüre!
Nachfrage nach Hochleistungs-Halbleitern beflügelt Aktienmärkte
Trotz eines von handelspolitischen Spannungen und geopolitischen Unsicherheiten geprägten Kapitalmarktumfelds zeigten sich die internationalen Finanzmärkte im zweiten Quartal insgesamt robust. Vor allem wachstumsorientierte und dementsprechend risikobehaftete Anlageklassen entwickelten sich erfreulich, während klassische Sicherheitsanlagen wie Gold und Staatsanleihen im Performancevergleich zurückblieben.
Wachstumsorientierte Segmente profitierten weiterhin von der hohen Investitionsdynamik im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Insbesondere die anhaltend starke Nachfrage nach Hochleistungs-Halbleitern sorgte für deutliche Kursgewinne an der US-Technologiebörse Nasdaq sowie in ausgewählten asiatischen Aktienmärkten.
Weniger überzeugend präsentierte sich hingegen der deutsche Aktienmarkt. Die anhaltende Schwäche der Industrie sowie aus Sicht der Marktteilnehmer wenig unterstützende wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen belasteten die Kursentwicklung.
Auch Gold konnte im ersten Halbjahr nicht an die außergewöhnlich starke Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Mit den nachlassenden geopolitischen Spannungen, einem festeren US-Dollar und rückläufigen Inflationserwartungen entfielen wesentliche Unterstützungsfaktoren für den Goldpreis, sodass das Edelmetall im Vergleich zu risikoreicheren Anlageklassen an Attraktivität verlor.
Ölpreis bleibt Spielball der Geopolitik
Die makroökonomischen Rahmenbedingungen für die Kapitalmärkte haben sich in den vergangenen Monaten insgesamt verbessert. Maßgeblich dazu beigetragen hat der zwischenzeitlich deutliche Rückgang des Ölpreises. Entgegen den Erwartungen vieler Marktteilnehmer und Volkswirte fiel der Preis für ein Barrel Rohöl innerhalb weniger Wochen von rund 126 US-Dollar auf zeitweise 73 US-Dollar und erreichte damit wieder das Niveau vor Ausbruch des jüngsten Nahostkonflikts.
Diese Entwicklung überrascht, da das globale Ölangebot weiterhin durch geopolitische Risiken belastet wird. Beschädigungen an Förderanlagen in den Golfstaaten sowie die erheblichen Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus sprechen grundsätzlich für ein angespanntes Marktumfeld. Hinzu kommt die notwendige Auffüllung strategischer Ölreserven, die zusätzliche Nachfrage schafft und einem nachhaltigen Preisrückgang entgegenwirken dürfte.
Zeitgleich zu den sinkenden Energiepreisen nahmen auch die Inflationsbefürchtungen der Anleger ab. So näherte sich der US Inflation Linked Swap-Satz, der die Inflationserwartungen für die amerikanische Volkswirtschaft in einem Jahr misst, vorübergehend der von der Fed angestrebten Zielzone von 2,0% an. Auch die amerikanische Breakeven-Inflationsrate, die die vom Anleihemarkt implizit eingepreiste durchschnittliche Inflation widerspiegelt, entwickelte sich in diese Richtung und notierte mit 2,2% in der Nähe des Fed-Zielkorridors, bevor die erneute Eskalation im Nahen Osten zu einer Gegenbewegung führte.
Ob sich der Rückgang der Inflationserwartungen als nachhaltig erweist, erscheint angesichts der erneut eskalierenden Konflikte im Nahen Osten sowie der intakten strukturellen Inflationstreiber fraglich.
Wirtschaftlicher Aufschwung in Eurozone verschiebt sich auf 2027
Der zwischenzeitliche Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten hat die Weltwirtschaft spürbar belastet. Besonders im Euroraum, der weiterhin in hohem Maße auf Energieimporte angewiesen ist, wurden die Wachstumserwartungen für das laufende Jahr nach unten angepasst. Entsprechend verlor auch die zuvor einsetzende Stabilisierung des Euro-Geschäftsklimas vorübergehend an Dynamik.
Deutschland bleibt dabei das konjunkturelle Sorgenkind Europas. Die Kombination aus relativ hohen Energiekosten, strukturellen Wettbewerbsnachteilen und einem nach wie vor immensen Regulierungsaufwand dürfte dazu führen, dass die deutsche Wirtschaft auch 2026 lediglich ein geringes Wachstum verzeichnet. Damit würde sich die Phase der wirtschaftlichen Stagnation auch im siebten Jahr in Folge fortsetzen.
Dennoch mehren sich die Anzeichen für eine vorsichtige Stimmungsverbesserung in der Eurozone. Das von der Bundesregierung beschlossene Reformpaket wurde von weiten Teilen der Wirtschaft positiv aufgenommen und als klares Signal für eine generell höhere Reformbereitschaft gewertet.
Die von dem Analysehaus Sentix erhobene monatliche Umfrage zeigte bereits eine erste positive Reaktion auf die Beschlüsse (siehe Grafik). Insbesondere die Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate verbesserten sich und signalisieren, dass die Wachstumsdynamik – sollte sich die Lage im Nahen Osten nicht weiter verschärfen – gegen Ende des Jahres wieder anziehen dürfte. Unterstützt wird diese Erwartung von den Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone, die für das verarbeitende Gewerbe eine Stabilisierung und für den Dienstleistungssektor eine spürbare Verbesserung prognostizieren.
Wachstumsperspektive der Weltwirtschaft bleiben positiv
Die US-Wirtschaft präsentiert sich weiterhin in stabiler Verfassung. Neben den anhaltend hohen Investitionen in den Ausbau von KI-Infrastrukturen spricht auch die Erholung des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für eine weiterhin solide konjunkturelle Entwicklung (siehe Grafik).
Gleichwohl spürt auch die US-Wirtschaft die Auswirkungen des zwischenzeitlichen Ölpreisschocks. Obwohl die USA Netto-Energieexporteur sind, schnellte die Inflationsrate zuletzt auf 4,2% empor und stellt damit einen Belastungsfaktor für die bislang noch stabile Konsumkonjunktur dar. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir jedoch ein allmähliches Nachlassen des Preisdrucks und gehen von einem weiterhin moderaten Wachstum der US-Wirtschaft aus.
Insgesamt bleiben die Perspektiven für die Weltwirtschaft positiv. Zwar hat der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für 2026 leicht auf 3,0% zurückgenommen, für 2027 wird jedoch wieder mit einem Plus von 3,4% gerechnet. Dies spricht dafür, dass die globale Konjunktur ihren moderaten Expansionspfad trotz der bestehenden geopolitischen Risiken fortsetzen kann.
Notenbanken: Vorsicht bleibt das Gebot der Stunde
Für die US-Notenbank Federal Reserve spricht derzeit vieles dafür, den Leitzins zunächst in der aktuellen Spanne von 3,50% bis 3,75% zu belassen. Der weitere geldpolitische Kurs dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationseffekte in einem weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten geprägten Umfeld entwickeln.
Positiv zu bewerten ist das klare Bekenntnis des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh zur Unabhängigkeit der Notenbank. Damit erteilte er den wiederholten Forderungen Trumps nach einer raschen Lockerung der Geldpolitik eine deutliche Absage und unterstrich die Bedeutung einer an Preisstabilität orientierten Geldpolitik. Unseres Erachtens hätte eine Zinssenkung im derzeitigen Umfeld den Inflationssorgen weiteren Vorschub geleistet und damit längerfristig eher kontraproduktiv gewirkt.
Auch die Europäische Zentralbank reagierte auf das veränderte Inflationsumfeld und erhöhte im Juni – wie von den Finanzmärkten erwartet – erstmals seit vier Jahren ihre Leitzinsen.
Ob weitere Zinsschritte erforderlich werden, hängt wesentlich von der Entwicklung der Energiepreise und den Auswirkungen der geopolitischen Konflikte auf den Inflationspfad ab. Sollte sich der jüngste erneute Anstieg der Ölpreise als vorübergehend erweisen, spricht aus heutiger Sicht vieles dafür, dass die EZB das aktuelle Zinsniveau zunächst beibehält. Dies würde die konjunkturelle Stabilisierung im Euroraum unterstützen, ohne die Glaubwürdigkeit im Kampf gegen die Inflation zu gefährden.
Überraschend kräftige Gewinndynamik beflügelt Aktienmärkte
Die internationalen Aktienmärkte zeigen sich trotz geopolitischer Spannungen und zwischenzeitlich höherer Energiepreise bemerkenswert widerstandsfähig. Ausschlaggebend hierfür bleibt die dynamische Gewinnentwicklung der Unternehmen, die im Rahmen der Berichtssaison zum ersten Quartal erneut positiv überraschte.
Besonders die US-Technologieunternehmen knüpften an ihre starke Ertragsdynamik der vergangenen Quartale an. So profitiert der Halbleitersektor unverändert von den hohen Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Das Gewinnwachstum je Aktie im S&P 500 lag im ersten Quartal bei 17% gegenüber dem Vorjahr und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Für das zweite Quartal rechnet der Markt mit einem nochmals höheren Gewinnanstieg. Entsprechend sind die Erwartungen inzwischen anspruchsvoller geworden, sodass positive Überraschungen schwieriger zu erzielen sein dürften.
Auch europäische Unternehmen entwickelten sich operativ solide und übertrafen die Konsensschätzungen, wenn auch in geringerem Umfang als ihre US-Pendants.
Insgesamt erwartet der Markt für dieses Jahr ein Gewinnwachstum in den Industrienationen von ca. 20% und für 2027 von ca. 15% (siehe Grafik). Besonders positiv stechen die Perspektiven für ausgewählte asiatische Märkte hervor, denn die hohe Nachfrage nach Hochleistungs-Halbleitern dürfte insbesondere in Südkorea und Taiwan zu überdurchschnittlichen Gewinnzuwächsen führen. Aber auch für Deutschland erwarten Analysten für 2027 wieder eine überdurchschnittliche Ertragsdynamik, nachdem sich die Gewinnaussichten zuvor nur verhalten entwickelt hatten.
Die bisher vorgelegten Unternehmenszahlen unterstreichen, dass viele Unternehmen ihre Ertragskraft auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld behaupten konnten. Effizienzsteigerungen, konsequentes Kostenmanagement und strukturelles Wachstum in ausgewählten Branchen wirken weiterhin unterstützend.
Gleichzeitig haben die positiven Geschäftsaussichten in vielen Marktsegmenten bereits ihren Niederschlag in den teilweise recht ambitionierten Bewertungen gefunden. (siehe Grafik).
Insbesondere im Technologiesektor spiegeln die Kursniveaus hohe Erwartungen an die zukünftige Gewinnentwicklung wider. Solange sich das fundamentale Wachstum fortsetzt, erscheinen diese Bewertungen grundsätzlich vertretbar. Sollten die Gewinnerwartungen jedoch enttäuscht werden, dürfte insbesondere in den zuletzt besonders stark nachgefragten Marktsegmenten mit erhöhter Kursvolatilität zu rechnen sein.
Konstruktive Rahmenbedingungen für die internationalen Börsen
Die Rahmenbedingungen für die internationalen Aktienmärkte bleiben aus unserer Sicht insgesamt konstruktiv. Die robuste Gewinnentwicklung der Unternehmen, erste Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung im Euroraum sowie die trotz jüngster Aggressionen weiterhin bestehende Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten bilden ein solides Fundament für die Aktienmärkte.
Die kräftigen Kursgewinne im Technologiesektor spiegeln vor allem die hohen Erwartungen an die wirtschaftlichen Potenziale der Künstlichen Intelligenz wider. Trotz der zum Teil deutlichen Bewertungsexpansion sehen wir derzeit keine Anzeichen einer spekulativen Übertreibung, wie sie beispielsweise während der Technologieblase, um die Jahrtausendwende zu beobachten war. Vielmehr differenzieren die Kapitalmärkte weiterhin deutlich zwischen Unternehmen mit nachhaltigem Ertrags- und Wachstumspotenzial (z.B. Halbleiterproduzenten) und jenen, deren Geschäftsmodelle von den strukturellen Veränderungen eher in Frage gestellt werden (z.B. einige Software-Anbieter).
Der größte Unsicherheitsfaktor bleibt das geopolitische und politische Umfeld. Insbesondere das unkalkulierbare Verhalten des US-Präsidenten kann jederzeit zu einer erhöhten Volatilität an den Kapitalmärkten führen. Die Erfahrungen der vergangenen Monate zeigen jedoch auch, dass politische Androhungen unter dem Druck der Kapitalmärkte häufig wieder relativiert werden. Für die mittelfristige Entwicklung der Aktienmärkte bleiben daher aus unserer Sicht die fundamentalen Einflussfaktoren – insbesondere Unternehmensgewinne, Inflation und Zinsen – von größerer Bedeutung als kurzfristige politische Schlagzeilen.
Nach den kräftigen Kursavancen im ersten Halbjahr erwarten wir allerdings nicht, dass sich die Aufwärtstrends an den Börsen in der bisherigen Dynamik fortsetzen, sondern rechnen über die Sommermonate eher mit einer volatilen Seitwärtsbewegung, in deren Rahmen die bisher erzielten Kursgewinne konsolidiert werden. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Branchenrotation bleibt eine breite Diversifikation über Märkte und Sektoren hinweg aus unserer Sicht der geeignete Ansatz, um Chancen zu nutzen und Risiken angemessen zu steuern.
Defensive Positionierung im Anleihebereich weiter ratsam
Die Anleihemärkte waren in den vergangenen zwölf Monaten weniger von einem klaren Trend als von anhaltenden Schwankungen geprägt. Inflationsrisiken infolge der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten sowie die in vielen Industrieländern steigende Staatsverschuldung sprechen aus unserer Sicht dafür, an der defensiven Positionierung in den Portfolios festzuhalten.
Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt der hohe Refinanzierungsbedarf der USA. Innerhalb der kommenden zwölf Monate laufen US-Staatsanleihen im Volumen von mehr als acht Billionen US-Dollar aus und müssen durch Neuemissionen ersetzt werden (siehe Grafik). Dieses erhöhte Angebot dürfte unseres Erachtens einen nennenswerten Renditerückgang verhindern, vielmehr sehen wir das Risiko, dass die Rendite insbesondere längerer Laufzeiten weiterhin keinen adäquaten Ausgleich des damit verbundenen Risikos bietet.
Mehrmonatige Konsolidierung der Edelmetalle dürfte auslaufen
Nach der außergewöhnlich dynamischen Aufwärtsbewegung bis Ende Januar setzte beim Goldpreis die erwartete Konsolidierung ein. Belastet wurde die Entwicklung durch die Erholung des US-Dollars im Zuge des Führungswechsels an der Spitze der US-Notenbank sowie durch eine nachlassende Nachfrage nach klassischen sicheren Häfen infolge der diplomatischen Annäherungen im Nahen Osten.
Nach mehreren Monaten moderater Kursrückgänge und einem spürbaren Abbau spekulativer Positionierungen gehen wir von einer Stabilisierung und anschließenden Erholung des Goldpreises aus. Die strukturellen Fundamentalfaktoren bleiben aus unserer Sicht unverändert positiv. Dazu zählen die anhaltend hohe Nachfrage vieler Zentralbanken – insbesondere aus den Schwellenländern – sowie die weltweit steigenden Staatsdefizite. Diese Entwicklungen dürften den langfristigen Aufwärtstrend des Goldpreises weiterhin unterstützen.
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