• Ulrich-Reitz
  • Fed-Chef Jerome Powell schürt Erwartungen an Zinssenkung

Fed-Chef Jerome Powell schürt Erwartungen an Zinssenkung

15. September 2025

Mit seiner viel beachteten Rede auf dem diesjährigen Jackson Hole-Symposium stieß Fed-Chef Powell die Tür für eine Senkung der Leitzinsen weit auf. Seine Sorge um den amerikanischen Arbeitsmarkt, auf dem die Arbeitslosenquote trotz Trumps rigider Immigrationspolitik auf 4,3 % gestiegen ist, war für die Märkte ein klares Signal für einen ersten Schritt am 17. September. Die amerikanischen Aktienmärkte, aber auch die Börsen der Schwellenländer unter der Führung Chinas griffen die erneut angefachte Zinssenkungsfantasie auf und bauten ihre Kursgewinne aus.

Die Börsen der Eurozone konnten sich diesem Trend hingegen nicht anschließen und setzten ihre seit Februar andauernde Seitwärtsbewegung unter Schwankungen fort. Durchwachsene Konjunkturdaten aus dem Euroraum, u.a. auch aus Deutschland, sowie die grassierende politische Unsicherheit in Frankreich nach der Absetzung von Premierminister Bayrou verhinderten eine bessere Entwicklung.

Sinkende US-Zinsen belasteten zuletzt nicht nur den US-Dollar, sondern verhalfen auch dem Goldpreis zum Ausbruch aus seiner viermonatigen Seitwärtsbewegung.

Während die US-Börsen von der Aussicht auf geldpolitische Lockerung beflügelt werden, hat EZB-Präsidentin Lagarde erklärt, dass die Wachstumsrisiken im Euroraum nunmehr ausgewogen und die aktuellen Leitzinsen angemessen seien.

Dank des günstigeren monetären Umfelds und des durch die letzte Berichtssaison bestätigten stabilen Ertragswachstums vieler Unternehmen gehen wir weiterhin davon aus, dass die Aktienmärkte gut unterstützt bleiben. Die übliche sommerliche „Durststrecke“ neigt sich ihrem Ende entgegen, und im vierten Quartal dürften sich die Anleger im Euroraum mit Blick auf das Jahr 2026 zunehmend auf die positiven Impulse der sehr expansiven Fiskalpolitik konzentrieren.

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Fed-Chef Jerome Powell schürt Erwartungen an Zinssenkung

15. September 2025

Mit seiner viel beachteten Rede auf dem diesjährigen Jackson Hole-Symposium stieß Fed-Chef Powell die Tür für eine Senkung der Leitzinsen weit auf. Seine Sorge um den amerikanischen Arbeitsmarkt, auf dem die Arbeitslosenquote trotz Trumps rigider Immigrationspolitik auf 4,3 % gestiegen ist, war für die Märkte ein klares Signal für einen ersten Schritt am 17. September. Die amerikanischen Aktienmärkte, aber auch die Börsen der Schwellenländer unter der Führung Chinas griffen die erneut angefachte Zinssenkungsfantasie auf und bauten ihre Kursgewinne aus.

Die Börsen der Eurozone konnten sich diesem Trend hingegen nicht anschließen und setzten ihre seit Februar andauernde Seitwärtsbewegung unter Schwankungen fort. Durchwachsene Konjunkturdaten aus dem Euroraum, u.a. auch aus Deutschland, sowie die grassierende politische Unsicherheit in Frankreich nach der Absetzung von Premierminister Bayrou verhinderten eine bessere Entwicklung.

Sinkende US-Zinsen belasteten zuletzt nicht nur den US-Dollar, sondern verhalfen auch dem Goldpreis zum Ausbruch aus seiner viermonatigen Seitwärtsbewegung.

Während die US-Börsen von der Aussicht auf geldpolitische Lockerung beflügelt werden, hat EZB-Präsidentin Lagarde erklärt, dass die Wachstumsrisiken im Euroraum nunmehr ausgewogen und die aktuellen Leitzinsen angemessen seien.

Dank des günstigeren monetären Umfelds und des durch die letzte Berichtssaison bestätigten stabilen Ertragswachstums vieler Unternehmen gehen wir weiterhin davon aus, dass die Aktienmärkte gut unterstützt bleiben. Die übliche sommerliche „Durststrecke“ neigt sich ihrem Ende entgegen, und im vierten Quartal dürften sich die Anleger im Euroraum mit Blick auf das Jahr 2026 zunehmend auf die positiven Impulse der sehr expansiven Fiskalpolitik konzentrieren.

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