• Stefan Krause
  • Europas KI-Profiteure – die unterschätzten Gewinner der Transformation

Europas KI-Profiteure – die unterschätzten Gewinner der Transformation

KI Gewinner
10. März 2026

Künstliche Intelligenz (KI) ist keine ferne Technologie mehr, sondern die mächtigste wirtschaftliche Umwälzung seit der Erfindung des Internets. Sie vollzieht sich in einem Tempo, das selbst ausgewiesene Experten überrascht. Was mit einfachen Sprachmodellen begann, hat sich binnen weniger Jahre zu einem universellen Werkzeug entwickelt, das Texte verfasst, Diagnosen stellt, Proteine faltet, Rechtsfälle analysiert, bei der Entscheidungsfindung hilft oder gar autonom Entscheidungen in Echtzeit trifft. Unternehmen wie Google und Nvidia, die maßgeblich an der Entwicklung von KI profitieren, haben innerhalb weniger Jahre Bewertungen in Billionenhöhe erreicht. OpenAI legte einen kometenhaften Aufstieg zum wertvollsten Start-up der Welt hin und machte damit deutlich, dass die Kapitalmärkte Künstliche Intelligenz nicht als Modeerscheinung, sondern als strukturellen Paradigmenwechsel ansehen.

Die KI-Revolution frisst ihre eigenen Kinder

In jüngster Zeit dominieren die disruptiven Wirkungen der Künstlichen Intelligenz die Schlagzeilen, und das aus gutem Grund. Ein besonders eindrückliches Beispiel ist Claude Code, ein KI-Agent der neuesten Generation des US-amerikanischen Unternehmens Anthropic. Anthropic ist ein weiteres KI-Start-up, welches von zwei Geschwistern 2021 gegründet wurde, nachdem sie OpenAI wegen Differenzen über die strategische Ausrichtung verlassen hatten. Das Hauptprodukt von Anthropic ist der KI-Assistent „Claude“, ähnlich wie ChatGPT von OpenAI. Neben Claude bietet Anthropic noch „Claude Code“ an, eine spezialisierte Anwendung für die Kommandozeile, die Software-Entwicklern dabei hilft, komplexe Programmieraufgaben direkt in ihrer Arbeitsumgebung zu automatisieren. Claude Code ist ohne menschliches Zutun in der Lage, bestehende Programmcodes auszulesen, zu verstehen und weiterzuentwickeln. Dies hat weitreichende Konsequenzen: Der sogenannte Burggraben vieler etablierter Softwareunternehmen, insbesondere im Bereich „Software as a Service“ (SaaS), ist gefährdet, da Softwareentwicklung mit Hilfe von Claude Code zu einer austauschbaren Standardleistung wird. Unternehmen können zukünftig mit Hilfe von KI und einem kleinen Spezialistenteam eigene maßgeschneiderte IT-Lösungen bauen und sparen sich somit die regelmäßigen Lizenzgebühren an die SaaS-Anbieter.  Was bisher jahrelange Entwicklungsarbeit ganzer Ingenieursteams erforderte, kann künftig eine KI in einem Bruchteil der Zeit leisten, und zwar schneller, günstiger und rund um die Uhr.

Der Einstieg kostet jetzt nur noch einen Satz

Der eigentliche Bruch mit dem Bisherigen liegt in der Einfachheit der Bedienung: Jahrzehntelang war der Zugang zu mächtigen Werkzeugen an Ausbildung, Zertifikate und Fachexpertise geknüpft. Entwickler mussten erst mühsam Programmiersprachen erlernen, um für ein Unternehmen echten Mehrwert zu generieren. Die KI entkoppelt dieses Können vom technischen Zugang.  Nicht mehr die Beherrschung formaler Programmierregeln entscheidet über den Erfolg, sondern die rein kognitive Fähigkeit, ein Problem präzise zu beschreiben.

Die KI-gestützte Entwicklung demokratisiert den Softwarezugang, indem sie den Fokus von der Coding-Syntax hin zum Systemdesign und zur Problemlösungskompetenz verschiebt. Diese Entwicklung ermöglicht es Nicht-Programmierern, Software zu erstellen, und beschleunigt die Innovation, während der Mensch als strategischer Planer und Qualitätsprüfer unerlässlich bleibt. Das ist strukturell disruptiv, nicht nur für einzelne Berufe, sondern für das Prinzip, dass technische Kompetenz eine Zugangshürde rechtfertigt.

Software-Dämmerung: Wie die KI-Revolution etablierte Börsenstars entwertet

An der Börse haben sich diese Veränderungen bereits materialisiert: Der S&P 500 Software Index hat seit Juli letzten Jahres mehr als 25% verloren, und das, obwohl die erwarteten Gewinne der betroffenen Unternehmen weder durch die Unternehmensführungen noch durch Analysten nach unten revidiert wurden. Der Markt sendet damit ein klares Signal: Investoren sind vor dem Hintergrund des rasanten KI-Wandels nur noch bereit, deutlich niedrigere Bewertungsmultiplikatoren zu akzeptieren, unabhängig von der kurzfristigen Gewinnentwicklung. Oder anders ausgedrückt: Wo vor einem Jahr für besondere Fähigkeiten noch ein KGV von 30 gezahlt wurde, halten Anleger heute vielleicht nur noch ein KGV von 20 für angemessen, da die Fähigkeiten zunehmend als Standard angesehen werden.

S&P 500
Abb. 1: Chartverlauf (indexiert) S&P 500 Software vs. S&P 500 Composite von 01.01.2024 bis 28.02.2026
Quelle: LSEG Datastream

Die Profiteure der Entwicklung

Während die Aufmerksamkeit der Märkte bisher primär auf den Erschaffern und der Ausrüstung der KI-Infrastruktur lag, verschiebt sich der Hebel für langfristige Wertschöpfung zunehmend auf eine dritte Gruppe: Die strategischen Anwender von KI. Diese Unternehmen nutzen KI nicht nur als Werkzeug, sondern als Katalysator, um bestehende Geschäftsmodelle zu beschleunigen und dadurch Produktivität, Margen und Wettbewerbsvorteile zu steigern.

Der Wettbewerbsvorteil der Zukunft: Physische Substanz und exklusive Daten

Ob ein Pharmaunternehmen, das den Wirkstoff-Screening-Prozess von Jahren auf Wochen verkürzt, ein Industriekonzern, der durch vorausschauende Wartung Stillstandzeiten eliminiert, oder ein Börsenbetreiber, dessen Primärdaten zur unverzichtbaren Nahrung für globale KI-Systeme werden. Sie alle eint ein entscheidender Vorteil: Sie besitzen die physische Substanz oder die exklusiven Daten, die eine KI zwar verarbeiten, aber niemals selbst replizieren kann. Die entscheidende Frage für Anleger lautet daher nicht mehr nur „Wer baut die KI?“, sondern: „Wer besitzt die Assets, die durch KI erst richtig wertvoll werden?“ und „Wer nutzt diese Assets am intelligentesten?“. Und genau hier stellt sich eine überraschende Anschlussfrage:

Gibt es KI-Gewinner in Europa?

Kann Europa, die sogenannte „Alte Welt“, in diesem Spiel wirklich zu den Gewinnern zählen oder ist der Kontinent, wie so oft in der Technologiegeschichte, dazu verdammt, zuzusehen, während die USA und Asien die Früchte ernten?

Die Antwort ist differenzierter, als die gängige Skepsis vermuten lässt: Europa verfügt über eine einzigartige industrielle Tiefe sowie weltmarktführende Spezialisten in der Halbleiterausrüstung, komplexe Prozesssteuerung und Pharmazie. Während das reine „Betriebssystem“ der KI oft aus Übersee kommt, liegt die Hoheit über die komplexen, realweltlichen Anwendungen, von der Präzisionsfertigung bis zur medizinischen Forschung, oft in den Händen europäischer Champions.

Einige Beispiele gefällig? Folgende Branchen verfügen über das Potenzial, die zukünftigen Gewinner der KI-Anwendung zu werden:

Börsenbetreiber

Die europäischen Börsenbetreiber veredeln ihre einzigartigen Primärdaten durch KI zu hochwertigen Analyseprodukten und werden gleichzeitig zum unverzichtbaren Datenzulieferer für globale KI-Systeme. Sie haben damit mittelfristig deutlich größere Chancen, die laufende Transformation als Gewinner abzuschließen, als gemeinhin angenommen wird. Den entscheidenden Vorteil werden dabei jene Akteure haben, die den Wandel aktiv annehmen und ihr Geschäftsmodell konsequent weiterentwickeln, vorausgesetzt, dass ihre Ertragsströme nicht übermäßig stark von einer möglichen KI-bedingten Disruption im klassischen Research-Geschäft abhängen.

Pharma & Life Sciences

Die Pharma- und Life Sciences-Branche erlebt durch KI eine der tiefgreifendsten Zäsuren. Wirkstoffforschung und klinische Studien lassen sich dramatisch beschleunigen, während die Medikamenten-Entwicklungskosten massiv sinken. Was früher aufgrund von mühsamer Laborarbeit Jahre dauerte, wird künftig zu einer Frage von Monaten oder gar wenigen Wochen. Der entscheidende Vorteil liegt in der vorausschauenden Analytik: KI-Modelle können Millionen von Molekülverbindungen virtuell simulieren, bevor physische Proben im Labor getestet werden. Die Wertschöpfung verschiebt sich damit vom langwierigen Experimentieren hin zur datengestützten Vorhersage. Unternehmen mit exklusiven, jahrzehntelangen Studiendaten können diese nun mittels KI ‚reaktivieren‘ und sich so einen entscheidenden Vorsprung bei personalisierten Therapien sichern.

Finanzsektor

Banken und klassische Versicherer gehören zu den großen Profiteuren unter den KI-Anwendern, da ihr gesamtes Kerngeschäft auf der Auswertung enormer Datenmengen basiert. Kreditentscheidungen, Risikobeurteilungen und Betrugserkennung, die früher Tage dauerten oder menschlichen Analysten verborgen blieben, erfolgen durch KI nun in Echtzeit und mit deutlich höherer Präzision. In der Schadensbearbeitung können Standardfälle vollständig automatisiert abgewickelt werden, was Kosten senkt und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit erhöht. Der entscheidende strukturelle Vorteil liegt jedoch in den jahrzehntelangen proprietären Kundendaten, die für externe Wettbewerber schlicht nicht replizierbar sind. KI macht diese bisher schlummernden Datenschätze erst vollständig nutzbar und verwandelt sie in einen massiven, messbaren Ertragshebel.

Die europäische Rückversicherungsbranche ist der vielleicht spannendste und am meisten unterschätzte KI-Profiteur: Ihr gesamtes Geschäftsmodell basiert auf der präzisen Bewertung und Bepreisung komplexer Risiken. KI ermöglicht es nun, jahrzehntelange historische Schadensdaten, globale Katastrophenmodelle und versicherungsmathematische Zeitreihen in einer Tiefe und Geschwindigkeit zu analysieren, die bisher schlicht unmöglich war. Besonders im rasant wachsenden Segment der Cyberversicherung wird die (Preis-)Modellierung hochdynamischer Risiken erst durch KI-gestützte Analysen in Echtzeit marktfähig.

Die Gemeinsamkeit dieser Branchenbeispiele ist bemerkenswert: Sie alle verfügen über proprietäre Datenmonopole, tiefe Kundenbeziehungen und eine industrielle Expertise, die eine KI weder erfinden noch ersetzen kann. Stattdessen bietet sich das enorme Potenzial, diese Substanz mittels KI nicht nur zu bewahren, sondern radikal weiterzuentwickeln. Dies ist der eigentliche europäische Wettbewerbsvorteil und der Grund, warum die „Alte Welt“ im KI-Zeitalter keineswegs verloren hat.

Neben den genannten Beispielen finden sich selbstverständlich auch in weiteren Branchen wie zum Beispiel der Energiewirtschaft bedeutende KI-Profiteure, da der Aufbruch in das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz mit einem massiven Anstieg des globalen Energieverbrauchs einhergeht. Diesem spannenden Thema werden wir uns in einer der nächsten Ausgaben der “Perspektive” ausführlich widmen.

Der methodische Ansatz der FOCAM AG

Alle in der FOCAM Analyse gewonnenen Erkenntnisse finden sich in unserer Vermögensverwaltung und in unseren Investmentfonds wieder. Mit unserem prämierten europäischen Mischfonds, dem Capital Growth Fund der auf 17 Jahre überdurchschnittliche Performance zurückblickt, können Sie an dieser Entwicklung partizipieren. Viele der hier diskutierten Branchen befinden sich in der Allokation des Fonds.

Die Transformation durch Künstliche Intelligenz ist keine ferne Zukunft, sondern findet jetzt statt. Lassen Sie uns gemeinsam die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf den persönlichen Austausch mit Ihnen.

FAQ

Der Markt preist eine strukturelle Bedrohung ein: KI-Agenten wie Claude Code können Programmieraufgaben, die früher ganze Ingenieurteams beschäftigten, eigenständig und in einem Bruchteil der Zeit erledigen. Da Softwarenentwicklung dadurch zur kostengünstigen Standardleistung wird, schrumpft der strategische „Burggraben“ etablierter Anbieter. Investoren reagieren auf dieses Risiko mit deutlich niedrigeren Bewertungsmultiplikatoren. Der MSCI World Software and Services Index verlor seit Juli letzten Jahres über 25%. Diese Neubewertung spiegelt die Zukunftssicherheit des gesamten Sektors wider.

Entscheidend ist der Dreiklang aus proprietären (durch Lizenz- oder Urheberrechte geschütze) Datenmonopolen, tiefer Branchenexpertise und nahtloser Systemintegration. Während die KI-Modelle selbst austauschbar werden, liegt der Gewinn bei jenen Unternehmen, die exklusive historische Daten (z. B. Patientendaten oder Schadensverläufe) besitzen, die eine KI weder simulieren noch replizieren kann. Nur wer diese „Rohstoffe“ kontrolliert, verwandelt KI von einer Spielerei in einen echten Margenhebel.

Ein echter Gewinner nutzt KI nicht nur für kosmetische Features (wie Chatbots), sondern zur radikalen Beschleunigung seines Kerngeschäfts, etwa durch automatisierte Kreditprüfungen oder KI-basierte Wirkstoffsimulationen. Der entscheidende Unterschied ist der Zugriff auf historische, nicht-öffentliche Daten: Während Standard-KI für jeden verfügbar ist, schützt die Kombination aus exklusiven Daten und tiefer Prozesserfahrung davor, dass das eigene Angebot zur austauschbaren Massenware wird.

Abseits der Infrastruktur-Riesen sind die wahren Gewinner jene strategischen KI-Anwender, die über proprietäre Datenmonopole und eine tiefe industrielle Expertise verfügen. Hier liegt die große Chance für Europa: In Sektoren wie der Pharmazie, dem Finanzwesen und der Kapitalmarktinfrastruktur besitzt der Kontinent eine einzigartige industrielle Tiefe. Da Software zur austauschbaren Standardleistung wird, verwandeln diese Unternehmen ihre exklusiven Datenschätze mittels KI in einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, den kein Algorithmus allein replizieren kann.

FOCAM bildet die gewonnenen Erkenntnisse in der eigenen Vermögensverwaltung und in Investmentfonds ab. Der europäische Mischfonds Capital Growth – mit 17 Jahren überdurchschnittlicher Performance – enthält bereits viele der identifizierten KI- Branchen Profiteur ein seiner Allokation.

Stefan Krause
Sprecher des Vorstands der FOCAM AG

Dr. Martin Kolrep
Leiter Asset Management der FOCAM AG

Alle Seiten und Dokumente dieses Berichts stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zu einem Angebot zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapiers oder Vermögenswertes (Aktien, Optionsscheine, Futures, Fonds, Zertifikate, Rentenpapiere, Währungen, Rohstoffe, Immobilien, etc.) dar. Alle Seiten und Dokumente dieses Berichts stellen auch kein Angebot oder eine Aufforderung zu einem Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (im Sinne von § 2 Absatz 5 des WpIG) oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), über die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung, Vermögensverwaltung, Fondsmanagement etc.) sowie ferner über die Finanzanalyse, die Anlageberatung, das Vermögenscontrolling und über die Beratung von Kunden in wirtschaftlichen Fragen und Fragen der strategischen Vermögensaufstellung dar. Gleichfalls beinhalten diese Seiten und Dokumente keine Empfehlung an Sie, solche Geschäfte und Verträge abzuschließen oder Positionen in Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten zu kaufen, zu veräußern oder zu halten. Die Informationen dieses Berichts ersetzen niemals die persönliche Beratung seitens Ihres Anlage- oder Steuerberaters. Soweit Sie mit uns keine anderslautende ausdrückliche schriftliche Vereinbarung haben, sind wir nicht als Ihr Finanzberater, Analyst, Finanzportfolioverwalter oder Treuhänder im Hinblick auf die in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsarten und Analysen tätig. Jedes Investment in Wertpapiere, Finanzinstrumente und Vermögenswerte gleich welcher Art ist mit Risiken behaftet. Eine Investitionsentscheidung darf nicht auf der Grundlage dieser Seiten und Dokumente erfolgen. Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Konsequenzen, speziell für Verluste oder entgangene Gewinne, die durch die Verwendung der auf diesen Seiten und Dokumenten enthaltenen Daten, Ansichten und Rückschlüsse folgen bzw. folgen können. Dies gilt für die vertragliche und quasi-vertragliche als auch für die deliktische Haftung. Zurückliegende Wert-, Preis- oder Kursentwicklungen geben keine Anhaltspunkte für die zukünftige Entwicklung eines Investments. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für einen bestimmten Anlageerfolg oder eine bestimmte Wertentwicklung, für entgangene Gewinne oder für steuerliche Folgen von Anlagestrategien und / oder einzelner Finanzinstrumente. Insbesondere übernimmt er auch keine Haftung für Verluste aus allgemeinen und den mit Anlagen verbundenen spezifischen Risiken.

KI Gewinner
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Europas KI-Profiteure – die unterschätzten Gewinner der Transformation

10. März 2026

Künstliche Intelligenz (KI) ist keine ferne Technologie mehr, sondern die mächtigste wirtschaftliche Umwälzung seit der Erfindung des Internets. Sie vollzieht sich in einem Tempo, das selbst ausgewiesene Experten überrascht. Was mit einfachen Sprachmodellen begann, hat sich binnen weniger Jahre zu einem universellen Werkzeug entwickelt, das Texte verfasst, Diagnosen stellt, Proteine faltet, Rechtsfälle analysiert, bei der Entscheidungsfindung hilft oder gar autonom Entscheidungen in Echtzeit trifft. Unternehmen wie Google und Nvidia, die maßgeblich an der Entwicklung von KI profitieren, haben innerhalb weniger Jahre Bewertungen in Billionenhöhe erreicht. OpenAI legte einen kometenhaften Aufstieg zum wertvollsten Start-up der Welt hin und machte damit deutlich, dass die Kapitalmärkte Künstliche Intelligenz nicht als Modeerscheinung, sondern als strukturellen Paradigmenwechsel ansehen.

Die KI-Revolution frisst ihre eigenen Kinder

In jüngster Zeit dominieren die disruptiven Wirkungen der Künstlichen Intelligenz die Schlagzeilen, und das aus gutem Grund. Ein besonders eindrückliches Beispiel ist Claude Code, ein KI-Agent der neuesten Generation des US-amerikanischen Unternehmens Anthropic. Anthropic ist ein weiteres KI-Start-up, welches von zwei Geschwistern 2021 gegründet wurde, nachdem sie OpenAI wegen Differenzen über die strategische Ausrichtung verlassen hatten. Das Hauptprodukt von Anthropic ist der KI-Assistent „Claude“, ähnlich wie ChatGPT von OpenAI. Neben Claude bietet Anthropic noch „Claude Code“ an, eine spezialisierte Anwendung für die Kommandozeile, die Software-Entwicklern dabei hilft, komplexe Programmieraufgaben direkt in ihrer Arbeitsumgebung zu automatisieren. Claude Code ist ohne menschliches Zutun in der Lage, bestehende Programmcodes auszulesen, zu verstehen und weiterzuentwickeln. Dies hat weitreichende Konsequenzen: Der sogenannte Burggraben vieler etablierter Softwareunternehmen, insbesondere im Bereich „Software as a Service“ (SaaS), ist gefährdet, da Softwareentwicklung mit Hilfe von Claude Code zu einer austauschbaren Standardleistung wird. Unternehmen können zukünftig mit Hilfe von KI und einem kleinen Spezialistenteam eigene maßgeschneiderte IT-Lösungen bauen und sparen sich somit die regelmäßigen Lizenzgebühren an die SaaS-Anbieter.  Was bisher jahrelange Entwicklungsarbeit ganzer Ingenieursteams erforderte, kann künftig eine KI in einem Bruchteil der Zeit leisten, und zwar schneller, günstiger und rund um die Uhr.

Der Einstieg kostet jetzt nur noch einen Satz

Der eigentliche Bruch mit dem Bisherigen liegt in der Einfachheit der Bedienung: Jahrzehntelang war der Zugang zu mächtigen Werkzeugen an Ausbildung, Zertifikate und Fachexpertise geknüpft. Entwickler mussten erst mühsam Programmiersprachen erlernen, um für ein Unternehmen echten Mehrwert zu generieren. Die KI entkoppelt dieses Können vom technischen Zugang.  Nicht mehr die Beherrschung formaler Programmierregeln entscheidet über den Erfolg, sondern die rein kognitive Fähigkeit, ein Problem präzise zu beschreiben.

Die KI-gestützte Entwicklung demokratisiert den Softwarezugang, indem sie den Fokus von der Coding-Syntax hin zum Systemdesign und zur Problemlösungskompetenz verschiebt. Diese Entwicklung ermöglicht es Nicht-Programmierern, Software zu erstellen, und beschleunigt die Innovation, während der Mensch als strategischer Planer und Qualitätsprüfer unerlässlich bleibt. Das ist strukturell disruptiv, nicht nur für einzelne Berufe, sondern für das Prinzip, dass technische Kompetenz eine Zugangshürde rechtfertigt.

Software-Dämmerung: Wie die KI-Revolution etablierte Börsenstars entwertet

An der Börse haben sich diese Veränderungen bereits materialisiert: Der S&P 500 Software Index hat seit Juli letzten Jahres mehr als 25% verloren, und das, obwohl die erwarteten Gewinne der betroffenen Unternehmen weder durch die Unternehmensführungen noch durch Analysten nach unten revidiert wurden. Der Markt sendet damit ein klares Signal: Investoren sind vor dem Hintergrund des rasanten KI-Wandels nur noch bereit, deutlich niedrigere Bewertungsmultiplikatoren zu akzeptieren, unabhängig von der kurzfristigen Gewinnentwicklung. Oder anders ausgedrückt: Wo vor einem Jahr für besondere Fähigkeiten noch ein KGV von 30 gezahlt wurde, halten Anleger heute vielleicht nur noch ein KGV von 20 für angemessen, da die Fähigkeiten zunehmend als Standard angesehen werden.

S&P 500
Abb. 1: Chartverlauf (indexiert) S&P 500 Software vs. S&P 500 Composite von 01.01.2024 bis 28.02.2026
Quelle: LSEG Datastream

Die Profiteure der Entwicklung

Während die Aufmerksamkeit der Märkte bisher primär auf den Erschaffern und der Ausrüstung der KI-Infrastruktur lag, verschiebt sich der Hebel für langfristige Wertschöpfung zunehmend auf eine dritte Gruppe: Die strategischen Anwender von KI. Diese Unternehmen nutzen KI nicht nur als Werkzeug, sondern als Katalysator, um bestehende Geschäftsmodelle zu beschleunigen und dadurch Produktivität, Margen und Wettbewerbsvorteile zu steigern.

Der Wettbewerbsvorteil der Zukunft: Physische Substanz und exklusive Daten

Ob ein Pharmaunternehmen, das den Wirkstoff-Screening-Prozess von Jahren auf Wochen verkürzt, ein Industriekonzern, der durch vorausschauende Wartung Stillstandzeiten eliminiert, oder ein Börsenbetreiber, dessen Primärdaten zur unverzichtbaren Nahrung für globale KI-Systeme werden. Sie alle eint ein entscheidender Vorteil: Sie besitzen die physische Substanz oder die exklusiven Daten, die eine KI zwar verarbeiten, aber niemals selbst replizieren kann. Die entscheidende Frage für Anleger lautet daher nicht mehr nur „Wer baut die KI?“, sondern: „Wer besitzt die Assets, die durch KI erst richtig wertvoll werden?“ und „Wer nutzt diese Assets am intelligentesten?“. Und genau hier stellt sich eine überraschende Anschlussfrage:

Gibt es KI-Gewinner in Europa?

Kann Europa, die sogenannte „Alte Welt“, in diesem Spiel wirklich zu den Gewinnern zählen oder ist der Kontinent, wie so oft in der Technologiegeschichte, dazu verdammt, zuzusehen, während die USA und Asien die Früchte ernten?

Die Antwort ist differenzierter, als die gängige Skepsis vermuten lässt: Europa verfügt über eine einzigartige industrielle Tiefe sowie weltmarktführende Spezialisten in der Halbleiterausrüstung, komplexe Prozesssteuerung und Pharmazie. Während das reine „Betriebssystem“ der KI oft aus Übersee kommt, liegt die Hoheit über die komplexen, realweltlichen Anwendungen, von der Präzisionsfertigung bis zur medizinischen Forschung, oft in den Händen europäischer Champions.

Einige Beispiele gefällig? Folgende Branchen verfügen über das Potenzial, die zukünftigen Gewinner der KI-Anwendung zu werden:

Börsenbetreiber

Die europäischen Börsenbetreiber veredeln ihre einzigartigen Primärdaten durch KI zu hochwertigen Analyseprodukten und werden gleichzeitig zum unverzichtbaren Datenzulieferer für globale KI-Systeme. Sie haben damit mittelfristig deutlich größere Chancen, die laufende Transformation als Gewinner abzuschließen, als gemeinhin angenommen wird. Den entscheidenden Vorteil werden dabei jene Akteure haben, die den Wandel aktiv annehmen und ihr Geschäftsmodell konsequent weiterentwickeln, vorausgesetzt, dass ihre Ertragsströme nicht übermäßig stark von einer möglichen KI-bedingten Disruption im klassischen Research-Geschäft abhängen.

Pharma & Life Sciences

Die Pharma- und Life Sciences-Branche erlebt durch KI eine der tiefgreifendsten Zäsuren. Wirkstoffforschung und klinische Studien lassen sich dramatisch beschleunigen, während die Medikamenten-Entwicklungskosten massiv sinken. Was früher aufgrund von mühsamer Laborarbeit Jahre dauerte, wird künftig zu einer Frage von Monaten oder gar wenigen Wochen. Der entscheidende Vorteil liegt in der vorausschauenden Analytik: KI-Modelle können Millionen von Molekülverbindungen virtuell simulieren, bevor physische Proben im Labor getestet werden. Die Wertschöpfung verschiebt sich damit vom langwierigen Experimentieren hin zur datengestützten Vorhersage. Unternehmen mit exklusiven, jahrzehntelangen Studiendaten können diese nun mittels KI ‚reaktivieren‘ und sich so einen entscheidenden Vorsprung bei personalisierten Therapien sichern.

Finanzsektor

Banken und klassische Versicherer gehören zu den großen Profiteuren unter den KI-Anwendern, da ihr gesamtes Kerngeschäft auf der Auswertung enormer Datenmengen basiert. Kreditentscheidungen, Risikobeurteilungen und Betrugserkennung, die früher Tage dauerten oder menschlichen Analysten verborgen blieben, erfolgen durch KI nun in Echtzeit und mit deutlich höherer Präzision. In der Schadensbearbeitung können Standardfälle vollständig automatisiert abgewickelt werden, was Kosten senkt und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit erhöht. Der entscheidende strukturelle Vorteil liegt jedoch in den jahrzehntelangen proprietären Kundendaten, die für externe Wettbewerber schlicht nicht replizierbar sind. KI macht diese bisher schlummernden Datenschätze erst vollständig nutzbar und verwandelt sie in einen massiven, messbaren Ertragshebel.

Die europäische Rückversicherungsbranche ist der vielleicht spannendste und am meisten unterschätzte KI-Profiteur: Ihr gesamtes Geschäftsmodell basiert auf der präzisen Bewertung und Bepreisung komplexer Risiken. KI ermöglicht es nun, jahrzehntelange historische Schadensdaten, globale Katastrophenmodelle und versicherungsmathematische Zeitreihen in einer Tiefe und Geschwindigkeit zu analysieren, die bisher schlicht unmöglich war. Besonders im rasant wachsenden Segment der Cyberversicherung wird die (Preis-)Modellierung hochdynamischer Risiken erst durch KI-gestützte Analysen in Echtzeit marktfähig.

Die Gemeinsamkeit dieser Branchenbeispiele ist bemerkenswert: Sie alle verfügen über proprietäre Datenmonopole, tiefe Kundenbeziehungen und eine industrielle Expertise, die eine KI weder erfinden noch ersetzen kann. Stattdessen bietet sich das enorme Potenzial, diese Substanz mittels KI nicht nur zu bewahren, sondern radikal weiterzuentwickeln. Dies ist der eigentliche europäische Wettbewerbsvorteil und der Grund, warum die „Alte Welt“ im KI-Zeitalter keineswegs verloren hat.

Neben den genannten Beispielen finden sich selbstverständlich auch in weiteren Branchen wie zum Beispiel der Energiewirtschaft bedeutende KI-Profiteure, da der Aufbruch in das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz mit einem massiven Anstieg des globalen Energieverbrauchs einhergeht. Diesem spannenden Thema werden wir uns in einer der nächsten Ausgaben der “Perspektive” ausführlich widmen.

Der methodische Ansatz der FOCAM AG

Alle in der FOCAM Analyse gewonnenen Erkenntnisse finden sich in unserer Vermögensverwaltung und in unseren Investmentfonds wieder. Mit unserem prämierten europäischen Mischfonds, dem Capital Growth Fund der auf 17 Jahre überdurchschnittliche Performance zurückblickt, können Sie an dieser Entwicklung partizipieren. Viele der hier diskutierten Branchen befinden sich in der Allokation des Fonds.

Die Transformation durch Künstliche Intelligenz ist keine ferne Zukunft, sondern findet jetzt statt. Lassen Sie uns gemeinsam die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf den persönlichen Austausch mit Ihnen.

FAQ

Der Markt preist eine strukturelle Bedrohung ein: KI-Agenten wie Claude Code können Programmieraufgaben, die früher ganze Ingenieurteams beschäftigten, eigenständig und in einem Bruchteil der Zeit erledigen. Da Softwarenentwicklung dadurch zur kostengünstigen Standardleistung wird, schrumpft der strategische „Burggraben“ etablierter Anbieter. Investoren reagieren auf dieses Risiko mit deutlich niedrigeren Bewertungsmultiplikatoren. Der MSCI World Software and Services Index verlor seit Juli letzten Jahres über 25%. Diese Neubewertung spiegelt die Zukunftssicherheit des gesamten Sektors wider.

Entscheidend ist der Dreiklang aus proprietären (durch Lizenz- oder Urheberrechte geschütze) Datenmonopolen, tiefer Branchenexpertise und nahtloser Systemintegration. Während die KI-Modelle selbst austauschbar werden, liegt der Gewinn bei jenen Unternehmen, die exklusive historische Daten (z. B. Patientendaten oder Schadensverläufe) besitzen, die eine KI weder simulieren noch replizieren kann. Nur wer diese „Rohstoffe“ kontrolliert, verwandelt KI von einer Spielerei in einen echten Margenhebel.

Ein echter Gewinner nutzt KI nicht nur für kosmetische Features (wie Chatbots), sondern zur radikalen Beschleunigung seines Kerngeschäfts, etwa durch automatisierte Kreditprüfungen oder KI-basierte Wirkstoffsimulationen. Der entscheidende Unterschied ist der Zugriff auf historische, nicht-öffentliche Daten: Während Standard-KI für jeden verfügbar ist, schützt die Kombination aus exklusiven Daten und tiefer Prozesserfahrung davor, dass das eigene Angebot zur austauschbaren Massenware wird.

Abseits der Infrastruktur-Riesen sind die wahren Gewinner jene strategischen KI-Anwender, die über proprietäre Datenmonopole und eine tiefe industrielle Expertise verfügen. Hier liegt die große Chance für Europa: In Sektoren wie der Pharmazie, dem Finanzwesen und der Kapitalmarktinfrastruktur besitzt der Kontinent eine einzigartige industrielle Tiefe. Da Software zur austauschbaren Standardleistung wird, verwandeln diese Unternehmen ihre exklusiven Datenschätze mittels KI in einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, den kein Algorithmus allein replizieren kann.

FOCAM bildet die gewonnenen Erkenntnisse in der eigenen Vermögensverwaltung und in Investmentfonds ab. Der europäische Mischfonds Capital Growth – mit 17 Jahren überdurchschnittlicher Performance – enthält bereits viele der identifizierten KI- Branchen Profiteur ein seiner Allokation.

Stefan Krause
Sprecher des Vorstands der FOCAM AG

Dr. Martin Kolrep
Leiter Asset Management der FOCAM AG

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